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Obwohl ich nicht nach ihm gesucht hatte, sind wir ein unzertrennliches Team geworden.
Von Beginn an war Weimaraner Arthus ein Worcaholic, immer auf der Suche nach neuen Aufgaben. Allerdings dadurch etwas nervig, empfindlich im Magen- Darmtrakt, immer in meiner Kniekehle klebend.
Grade richtig eingelebt, gings zur Welpengruppe wodurch wir im Hundesport gelandet sind. Wir, das ist in erster Linie meine Tochter Nina, die, damals 17 jährig, lernen sollte, mit einem Weimaranerrüden klarzukommen.
Alles lief gut, Begleithundeprüfung, Turnierhundesport - es war sein Leben.
Fährtenarbeit, Apportieren, dafür war ich zuständig.
Leider war er oft krank, hat alles "mitgenommen" - Entzündungen der Augen und Ohren, sogar ein Abszess der Nebenhöhle. Mit einem Jahr ist er hinten "komisch" gelaufen (hab gleich die Hüfte röntgen lassen, da ich zuvor DSH hatte - ok)
Inzwischen wollte er in keine Tierarztpraxis mehr rein - aber auch damit sind wir klar gekommen.
Es war ein tolles Leben mit einem zuverlässigen Hund.
Bis er nicht mehr frei ins Auto sprang, die Hindernisbahn nicht mehr so schnell ging... Es folgte eine genaue Untersuchung in einer grossen Tierklinik - Wobbler Syndrom und leichtes Cauda equina Syndrom. Er war knapp vier jahre alt, Schluss mit Hundesport, ja, er sollte sogar gleich euthanasiert werden, wegen der Schwere des Befundes. Aber, die Ärzte kannten mich nicht. Ich hab vieles für meinen Hund getan und tu es noch: Physiotherapie, Magnetfeldmatte, Zusatznahrung,Tierheilpraktiker, Führgeschirr (vor vier Jahren noch nicht so oft zu sehen), und - entgegen der Empfehlungen - weiter körperliche Arbeit, vor allen Dingen vermehrt Kopfarbeit, Futterschüssel erhöht, Umstellung auf Rohfüttern. Immer mal wieder Neuraltherapie und irgendwann waren auch chemische Schmerzmittel nötig. Vor einiger Zeit hab ich das Biko-System gekauft (der letzte Winter hat ihn hinten viel Muskulatur "gekostet" - zusammen mit der Physio klappts jetzt wieder.)
Eigentlich wollte ich ihn vor kurzem an unserem Mantrailkurs gar nicht mitmachen lassen, aber da hab ich die Rechnung ohne ihn gemacht, und er hat mir mal wieder gezeigt, was er noch will und kann.
Kaum jemand sieht ihm an, dass er Frührentner ist.
"Wir" tragen in der kalten Jahreszeit auch ein Mäntelchen (machtmirdochnixaus), feiern nach Weihnachten das zweite mal Geburtstag im Jahr - dieses Jahr den Fünften!!!
ER IST MEIN HELD!